Der Ehebund
Der Ehebund / Gender-Wahn [Kostenloser Download PDF]
Der Ehebund
Rundbrief Nr. 04/2011 - Yitzchak Grünwald
Das biblische Verständnis der Ehe war für die antike Welt revolutionär und hatte grossen Einfluss auf die Entwicklung der Zivilisation. Nun verwirft man es wieder und kehrt zur sexuellen Hemmungslosigkeit des Heidentums zurück.
«Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde». Bereschit 1:1
Eigentlich wurde hier schon der Grundstein für die Ehe und damit auch für die moderne Zivilisation gelegt. Das klingt im ersten Moment weit hergeholt, aber es ist tatsächlich so. In der damaligen antiken Welt war diese Aussage nämlich revolutionär. Hier wurde etwas ohne sexuelle Aktivität geschaffen. Gott erschuf die Welt nur durch seinen Willen. Das war ein radikaler Bruch mit den anderen Religionen. In den heidnischen Religionen nämlich waren die Götter sexuell aktiv, wenn sie etwas schaffen wollten. So war z.B. bei den Griechen der Gott Okeanos der Ursprung der Götter und der Ursprung von allem. Dieser Okeanos war ein Flussgott mit unerschöpflicher Zeugungskraft und gleichzeitig der Fluss selbst. Er war mit der Wassergöttin Tethys verbunden, die als ‹Mutter› bezeichnet wird und mit der er alle weiteren Flüsse zeugte...
Dem gegenüber war der Gott der Bibel ‹entsexualisiert›, was auch zur Folge hatte, dass die Tempelprostitution nicht länger geduldet wurde. Das hatte wichtige Konsequenzen: Sex konnte nicht mehr länger Religion und Gesellschaft beherrschen. Sexualität musste der Schrift entsprechend geheiligt, also ausgesondert werden und zwar ausschließlich in das Ehebett von Mann und Frau. Dadurch war Sex nicht mehr allgegenwärtig und man konnte sich in der Folge auf wichtige gesellschaftliche Herausforderungen konzentrieren. Der Grundstein für die Ehe und damit für die moderne Zivilisation war gelegt. In den letzten Jahrzehnten ist wieder eine starke Tendenz vorhanden, die Sexualität in den öffentlichen Raum zu verlegen. Was nun heute als ‹sexuelle Revolution› gefeiert wird, ist also nichts anderes als eine Rückkehr zum primitiven Heidentum der Antike...
Editorial: Gender-Wahn - Daniel Seidenberg
«Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment.»
1968 begannen gesellschaftliche Umwälzungen von grosser Tragweite. Junge Menschen brachen aus der bürgerlichen Gesellschaft aus, die sie als eng und heuch lerisch empfanden. Als deren wichtigste Instrumente der Unterdrückung sahen sie die traditionelle Familie und die geltende Sexualmoral, welche sie als verklemmt geisselten. Um die Sexualität von allen Fesseln zu befreien, propagierten sie die ‹freie Liebe› (jede mit jedem), welche unter dem Motto «make love, not war» zur zentralen Mission der Bewegung wurde. Um ihre Vision einer von allen Zwängen befreiten Gesellschaft durchzusetzen, starteten die 68er ihren ‹Marsch durch die Institutionen›. Seither hat ihr Einfluss stetig zugenommen in der Politik, der Verwaltung und den Massenmedien, die sie zum Sprachrohr ihrer Ideologie umfunktionierten...


